World Championships Quali verpasst

Wieder einmal wollte es nicht sein. Nach einer 0/3 Niederlage gegen den Dänen Kristian Frost (WRL 55) verpasste ich den Einzug in den Hauptbewerb für die World Championships, hatte dabei aber einige Möglichkeiten das Spiel zu drehen.

Es war wie verhext, im ersten Satz gab ich eine 10/7 Führung aus der Hand, im zweiten Satz sogar eine 10/6 Führung. Anstatt 2/0 zu führen, lag ich 0/2 zurück und erwischte im dritten Satz auch noch einen schrecklichen Start mit 0/8.

Ich begann sehr gut, ich war technisch und spielerisch klar besser und Kristian musste wesentlich mehr arbeiten als ich. Auch wenn das Tempo recht hoch war und ich natürlich einiges investieren musste, so war ich stets mehr in Kontrolle und hatte immer eine bessere Antwort parat. Eigentlich machte ich nichts falsch bis zum Ende der Sätze und brauchte auch gar nicht viel anders zu machen. Auch mein Trainer David Pearson machte mich in den Satzpausen dessen bewusst

Ich war so bemüht bei den Satzbällen ruhig zu bleiben und nicht hektisch zu werden, dass ich sogar zu krass das Gegenteilige tat. Ich wurde viel zu relaxed und bot nicht mehr dieselbe Gegenwehr wie zuvor. Ich wurde sehr psasiv und ließ zu leicht das Ruder aus der Hand.
Im zweiten Satz zog ich sogar von 5/5 auf 9/5 davon und hatte den Eindruck, dass Kristian körperlich sehr zu kämpfen hatte. Er wurde merklich langsamer, nach vor waren meine Schläge sehr präzise und druckvoll, sodass ich merkte wie schmerzvoll für ihn diese Bewegung nach vor war. Immer öfter erreichte er meine Schläge nach vorne gar nicht mehr. Und dann war es wieder das selbe Bild: irgendetwas schaltete in meinem Kopf um, normalerweise werde ich eher hektisch und nervös bei diesem Spielstand, doch diesmal war es ganz im Gegenteil.

Dabei fühlte ich mich körperlich sogar noch besser als im ersten Satz und spielerisch wurde ich immer selbstbewusster, da ich wenig Fehler machte und meine Qualität enorm hoch war. Es gab nichts mit dem mich mein Gegner bedrohen konnte das Match zu drehen. Ganz im Gegenteil, ich hatte den Dänen völlig im Griff, ohne zu übertreiben und hatte stets klare Gedanken über meine nächsten Schläge.

Ich war trotzdem vollstens motiviert noch einmal Alles zu geben nach dem zweiten Satz, und dann erwische ich auch noch einen so schlechten Start. Kristian kam frischer aus der Pause, wobei ich ein paar Prozent nachließ mit meiner Qualität und schon war ich weg vom Fenster. Erst beim 0/8 kam ich wieder in meinen Rhythmus, kämpfte um jeden Ball, doch mehr als vier Punkte waren nicht mehr drinnen. Dieser Rückfall war sehr enttäuschend, denn so eklatant darf ich den Fokus und Rhythmus nicht verlieren.

Nach 61 harten Minuten lautete das Ergebnis 12/14, 11/13, 4/11.

Alleine der erste Satz dauerte 27 Minuten, ich konnte mir also kaum etwas vorwerfen, bis auf natürlich den sieben vergebenen Satzbällen. Der dritte Satz war natürlich alles andere als gut, doch wirklich entscheidend waren die ersten beiden Sätze. Dort machte ich das Leben meines Gegners enorm schwer und Geschenke gab es dann keine von mir.

Ich war sehr nah dran, wiedereinmal, trotz der passablen Leistung über weite Strecken, kann ich natürlich trotzdem nicht zufrieden sein. Womöglich ist es auch die fehlende Spielpraxis bei PSA Turnieren und daher werde ich mehr Turniere ab 2013 spielen, auch wenn sie nicht in meine Punktekategorie passen.

Ansonsten bleibt nicht viel übrig als daraus zu lernen, abzuhaken und immerhin starte ich schon nächste Woche bei meinem nächsten Turnier. Bei den Imet Open in Bratislava, welche mit 5.000 USD dotiert sind, treffe ich als Nummer zwei Gesetzter auf einen Qualifikanten in der ersten Runde.

Alle weiteren Ergebnisse zu den World Championships gibt es auf der offiziellen Turnierseite zu finden. Außerdem gibt es auf PSA Squash TV Liveübertragungen in High Quality ab Freitag. Mit dem Promotioncode: REHMAN1 erhalten alle einen 20% Rabatt auf eine Jahresmitgliedschaft und tragen außerdem dazu bei, meine PSA Mitgliedschaft für 2012 zu unterstützen.

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