Frühes Aus in NZ Southern Open

Leider konnte ich meinen guten Lauf und meine Setzung bei den NZ Southern Open nicht ausnützen und musste mich schon in der ersten Runde mit einem 0/3 gegen den Taiwanesen James Huang (WRL 106) aus dem Turnier verabschieden.

Es war eine ziemlich ernüchternde Niederlage, obwohl ich wusste, dass es ein ohnehin sehr schwerer Gegner sein wird. Dennoch war ich überzeugt, gerade nach den Leistungen der letzten Woche mit viel Selbstvertrauen als Favorit in die Partie zu gehen.

Doch heute passte einiges nicht zusammen. Ich fühlte mich körperlich heute sehr schwach und relativ kraftlos. Auch mental hatte ich nicht die richtige Einstellung mein Spiel den Gegebenheiten besser anzupassen. Der Court war enorm warm und der Ball sprang sehr viel, dazu kam, dass mein Gegner sehr laufstark war und es mir noch schwerer machte ihn auszuspielen. Alles keine Ausreden natürlich, mein Gegner war heute zweifellos der verdiente Sieger.

Die Tage zuvor trainierte ich eigentlich sehr gut und fühlte mich wirklich bereit für dieses letzte Turnier der Saison für mich. Ich glaube zu wissen woran mein Einbruch möglicherweise lag und werde besimmt daraus lernen. Dennoch war es in erster Linie mehr enttäuschend nicht meine Leistung zeigen zu können und das Spiel zu genießen, abgesehen von der Niederlage.

Den ersten Satz verlor ich mit 5/11 viel zu leicht, indem ich viel zu viele Eigenfehler machte. Im zweiten und dritten Satz hatte ich einen besseren Fokus und Spielplan. Ich führte beide Male bis zum letzten Drittel des Durchgangs, konnte dann aber körperlich meine Qualität und Genauigkeit nicht aufrecht halten, was sehr enttäuschend war. Der Taiwanese tat genau das Richtige und hielt läuferisch dagegen und wartete bis ich wegbrach oder einen Fehler machte. Beide Sätze verlor ich mit 8/11.

Womöglich versuchte ich es teilweise viel zu sehr mit der Brechstange und mit zu viel Tempo und Kraft die Bälle zu schlagen und die Ballwechsel zu spielen. Da der Court ohnehin sehr schnell war, hätte es mehr Tempowechsel und hier und da im richtigen Moment den schnellen Angriff gebraucht, anstatt ständig nur ein hohes Tempo durchzudrücken. Dies kostete mich zusätzlich Energie, welche mir am Ende jedesmal ausging.

Damit lautete das Ergebnis 5/11, 8/11, 8/11 nach 35 Minuten Spielzeit.

Es gibt kaum etwas Schlimmeres körperlich nicht in der Lage zu sein mein gewohntes Spiel durchzuziehen, vor allem, wenn mein Spiel zu Beginn jedes Satzes bestens funktioniert. Mein Gegner heute war sehr unangenehm, vor allem bei diesen Bedingungen, trotzdem denke ich bin ich spielerisch stärker als ich es heute zeigte und sollte in der Lage sein mehr Routine zu zeigen.

Damit verpasste ich eine große Chance bei diesem 15.000 USD-Turnier weitere sehr wertvolle Punkte zu holen. Dies werde ich nach der Sommerpause bei den nächsten Einsätzen nachholen.

Am Sonntag wartet 37-stündiger Retourflug auch mich und danach heißt es eine kleine Pause zu machen und mit dem Sommertraining zu beginnen. Ich nehme viel Positives mit nachhause und werde mich nicht an den Niederlagen aufhängen. Ganz im Gegenteil, die Erfolge bleiben stets in Erinnerung und aus den Fehlern werde ich lernen und in meiner Vorbereitung und meinem Training ausbessern. Immerhin sollte ich mich im Juli-Ranking etwas verbessern.

Weitere Infos zu den New Zealand Southern Open gibt es noch hier zu sehen.

Anbei noch ein Zeitungsartikel von mir in der neuseeländischen Presse:

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