Aus in Charlottesville trotz guter Leistung

Eine Überraschung in der ersten Runde beim mit 38.750 USD dotierten Charlottesville Open war für mich in Reichweite. Nach guten Chancen auf eine 2/0 Satzführung gegen den Mexikaner Sebastian Salazar (WRL 119), musste ich mich schlussendlich mit 1/3 geschlagen geben. Ich zeigte am Centercourt eine starke Leistung und bin trotz der Niederlage einigermaßen zufrieden.

Ich konnte mich im Vorfeld sehr gut auf dem Court einspielen und fühlte mich auf die Partie gut vorbereitet, konzentriert und hatte einen klaren Spielplan, den ich zu Beginn sehr konsequent durchziehen konnte. In den ersten beiden Sätzen gelang es mir im Prinzip mein bestes Squash zu zeigen.

Die Belohnung dafür war der Gewinn des ersten Satzes mit 11/4. Der zweite Satz verlief sehr knapp, wobei ich spielerisch an den ersten Satz anknüpfte. Leider verpasste ich es dabei für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. Beim Stand von 9/8 war das Momentum etwas auf meiner Seite. Doch anstatt den Satz konsequent zu Ende zu spielen, agierte ich etwas zu aufgeregt und ließ mich dazu verleiten, zu frühzeitig auf den Punkt zu gehen.

Mit 9/11 musste ich den Satzausgleich hinnehmen, doch ich war weiterhin selbstbewusst, dass wenn ich diese Qualität beibehalte weiterhin alles möglich ist.

Der Mexikaner erhöhte nun den Druck und ich konnte eben die Qualität nicht mehr bieten. Dies lag in erster Linie an meiner Konzentration, die ermüdete. Ich hatte nicht mehr diese klaren Gedanken und die Disziplin die notwendig gewesen wäre um weiterhin dagegenzuhalten.

Ich verlor die weiteren Sätze mit 3/11 und 1/11, wobei das Ergebnis nicht ganz dem Spielverlauf gerecht wird, denn die Ballwechsel waren weiterhin umkämpft, als ich eventuell dann doch meist das Nachsehen hatte.

Nach 37 Minuten lautete das Ergebnis 11/4, 9/11, 3/11, 1/11.

Auch wenn ich mir vom Resultat her mehr erhofft hatte, so kann ich sehr viel Positives mitnehmen und möchte dies in den nächsten Bewerben noch konsequenter umsetzen. Dazu nütze ich die Gelegenheit auf weitere gute Trainingseinheiten hier in Charlottesville.

Alles in allem war es wieder einmal ein wichtige Gelegenheit mich auf diesem Niveau zu messen und in einer so großartigen Anlage zu spielen. Für große Siege muss man sich großen Herausforderungen und Turnieren aussetzen und im Falle einer Niederlage möglichst viel lernen.

Außerdem genieße ich meinen Aufenthalt sehr und fühle mich bei meiner Gastfamilie wie zuhause.

Weitere Infos und Ergebnisse zum Charlottesville Open gibt es hier zu finden.

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